Neuer Markenauftritt

Digitaler Vorreiter

Annika Damman, m+a - Freitag, 25. Oktober 2019    

Digitaler Vorreiter
© Olaf Becker

Auf 750 Quadratmetern und fünf Themenwelten zeigte der Badhersteller aus Ahlen seine Kompetenz im Bereich Design und Funktionalität. Aber nicht nur das, auch in puncto Digitalisierung und räumliche Markenkommunikation wusste das Unternehmen zu überzeugen. Neben den zahlreichen digitalen Services, die Kaldewei seinen Standbesuchern bot, lockte zunächst einmal die spannenden Markenarchitektur Gäste an den Stand.

Volumen, die mit hängenden Dächern „an die charakteristische Architektur der Elbphilharmonie erinnerten“ (so Kaldewei), umgaben einen offenen zentralen Platz und strukturierten diesen. Starke Kontraste und lebhafte Farben unterstützten den prägnanten Entwurf: Der weiße Messeboden, der das Strahlenmotiv der vergangenen Messeauftritte aufgriff, kontrastierte mit den in schwarz gehaltenen Themenpavillons, farbliche Akzente setzten grüne Floralelemente.

„Die gesamte ISH-Präsentation ist nicht nur Spiegel unserer Kernkompetenz, mit individuellen und passgenauen Lösungen aus kostbarem Stahlemaille-Badeinrichtungen auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Konstruktion und Gestaltungselemente des neuen Standkonzeptes visualisieren auch richtungsweisende Themen unseres Unternehmens und der gesamten Branche und stellen unsere Kunden und Partner aus der ganzen Welt mit ihren Bedürfnissen und Wünschen aktiv in den Mittelpunkt,“ sagt Arndt Papenfuß, Bereichsleiter Marketing Kaldewei, zu dem neuen Unternehmensauftritt.

Herzstück des Standes bildete das zentrale Forum, das mit einer überdimensionalen, abgehängten Kugel, der sogenannten Digital Sphere, und einer multisensorischen Show die Besucher lockte. Wie in einer Arena konnten sie auf Sitztribünen und Stehpulten rund um den freien zentralen Platz dem Geschehen folgen. Und anschließend digital vertiefen: Anhand von digitalen Stelen, Tablets sowie Virtual-Reality-Brillen konnten die Besucher detaillierter in die Vielfalt, Services und Aktivitäten von Kaldewei eintauchen.

„In diesem Jahr haben wir für unsere Gäste ein Forum der ganz besonderen Art geschaffen, das zum Dialog einlädt und unsere Partner zum interaktiven Erleben der Messethemen sowie zum Ausprobieren der vielen neuen digitalen Services anregt“, beschreibt Papenfuß den zentralen Platz.

 

© Olaf Becker

Vom offenen Forum zweigten strahlenförmig fünf Bereiche mit den unterschiedlichen Themenwelten ab. Eines der Fokusthemen Kaldeweis ist die Digitalisierung: Mithilfe digitaler Services möchte Kaldewei seine Marktpartner optimal unterstützen. Auf dem ISH-Stand konnten sich Besucher von den vielfältigen Angeboten zur Inspiration, Planung, Kalkulation, Lieferung und Montage überzeugen. An digitalen Stelen und Smartphones konnten sie die Services testen. Einen Eyecatcher bildete der „digital Twin“, eine Inszenierung bei der das reale Produkt – die Duschfläche Nexsys – als Steuerung einer interaktiven Visualisierung diente. Je nach Rotation der echten Duschfläche zeigte die Visualisierung die USPs, Vorteile der Installation oder die möglichen Individualisierungen.

Auch im Themenbereich Nachhaltigkeit setzten die Ahlener auf digitale Vermittlung. Mittels einer High-End-3-D-Visualisierung, bei der die Gäste per Virtual Reality in die Unterwasserwelt der Ozeane eintauchten, wurde über das Kooperationsprojekt mit der Umweltschutzorganisation WWF informiert. Dabei zeigte der stereoskopische 360°-Film anschaulich, welche Schritte Kaldewei in Zusammenarbeit mit dem WWF in Vietnam gegen die Plastikverschmutzung der Meere unternimmt.

Ebenfalls neu zum ISH-Auftritt: eine App, die die Online-Services des Badherstellers bündelt – vom Produktkonfigurator mit Preisauskunft bis hin zur Montageunterstützung. Mit der Anwenderorientierten App sollen Nutzer nun direkt und noch schneller mit Kaldewei verbinden.

„Die Digitalisierung ist innerhalb unserer Markenstrategie ein wesentlicher Bestandteil. Ziel ist es, unsere Partner mit digitalen Services so zu begleiten, dass sie bei jedem Arbeitsschritt vom direkten Draht zu uns und damit von einer echten Zeitersparnis profitieren“, erläutert Papenfuß.

Der Entwurf des neuen Messekonzepts stammt aus der Feder der Münchner Agentur Schmidhuber, umgesetzt hat ihn das Messebau-Unternehmen Metron Eging, Eging am See. Es ist nicht das erste Projekt, das Kaldewei mit den Münchener realisiert hat, bereits auf den vorangegangenen Ausgaben der ISH – seit 2011 – stand Schmidhuber als Kreativagentur den Ahlenern zur Seite. Und das erfolgreich: Wegen seiner außergewöhnliche Architektur und der ikonische Inszenierung auf allen Sinnesebenen, erhielt Kaldewei für seinen Messestand 2017 der German Brand Award. Auch die 2017 fertig gestellte Kaldewei Iconcic World, ein Schulungs- und Ausbildungszentrum, das Schmidhuber entwarf, erhielt einen German Brand Award. Bleibt nun nur noch abzuwarten, was die erfolgreiche Zusammenarbeit noch hervorbringen wird.

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