Bundespräsident überreicht Deutschen Umweltpreis

Steinmeier: Andere große Menschheitsaufgaben nicht aus den Augen verlieren

fun - Dienstag, 27. Oktober 2020    

Steinmeier: Andere große Menschheitsaufgaben nicht aus den Augen verlieren
Foto: DBU

Als „besonders wichtige Botschaft“, mitten in der Corona-Pandemie „andere große Menschheitsaufgaben“ nicht aus den Augen zu verlieren, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gewürdigt. Die Auszeichnung in Höhe von 500.000 Euro zählt zu den höchstdotierten Umweltpreisen in Europa und wurde am 25. Oktober 2020 zu gleichen Teilen an Klima-Ökonom Prof. Dr. Ottmar Edenhofer sowie an die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann als Geschäftsführende der Blechwarenfabrik Limburg verliehen worden. Einen mit 10.000 Euro dotierten DBU-Ehrenpreis erhielt Insektenforscher Dr. Martin Sorg.

Beim Festakt zur Verleihung in Hannover sagte Steinmeier, der wegen einer Quarantäne ein Video-Grußwort schickte, die Corona-Pandemie habe gelehrt, dass Veränderung „nicht allein mit Verboten und Sanktionen“ gelinge. Vielmehr sei die Bereitschaft notwendig, Verantwortung nicht vollständig an Staat und Gesellschaft zu delegieren. „Es kommt auch auf den Einzelnen an“, so Steinmeier. Er erinnerte an „die großen Zukunftsaufgaben, die vor uns liegen“. Die Forderung des Bundespräsidenten: „Wir müssen nachdenken, wir müssen umdenken, manchmal sogar radikal umdenken: wie wir arbeiten, was wir produzieren, wie wir wirtschaften, wie wir uns fortbewegen und was wir essen.“ Das werde allen zwar „einiges abverlangen“, so Steinmeier. „Aber Sorge sollten wir nicht haben, wenn sich manches ändert. Sorge müssen wir haben, wenn sich nichts ändert!“

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, das „bemerkenswerte Grußwort des Bundespräsidenten“ sei für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Ansporn und Leitgedanke zugleich. Bonde: „Der Hinweis des Bundespräsidenten, trotz der widrigen Umstände im Moment die großen Zukunftsaufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, ist nur allzu berechtigt. Er beflügelt die DBU in ihrem Bemühen, Lösungen für eine grüne Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.“ Das sei auch ein Ziel des Deutschen Umweltpreises. „Die Stiftung wird nicht nachlassen, den notwendigen Wandel finanziell und fachlich zu begleiten – und dabei im Blick zu behalten, dass die Veränderungen verantwortlich und zugleich gerecht vonstattengehen, wie es auch Prof. Dr. Edenhofer immer wieder formuliert hat“, sagte der DBU-Generalsekretär.

www.dbu.de

 

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