Erholung erst ab 2022 erwartet

Wunsch nach Erfahrungsaustausch in Jena

wün - Mittwoch, 23. September 2020    

Foto: JenaKultur, Jena Convention Bureau
Foto: JenaKultur, Jena Convention Bureau

Das Jena Convention Bureau hat am 11. September die Partner der Tagungsallianz in der Badehalle des Volksbads eingeladen und zeigte, wie Tagungen unter Hygieneschutz-Bestimmungen aussehen können. Wie wichtig gerade jetzt die Vernetzung aller Beteiligten der Tagungsbranche ist, betonte Carsten Müller. Der stellvertretende Werkleiter von JenaKultur engagiert sich in der neu gegründeten Allianz der Thüringer Veranstaltungswirtschaft, in der ein intensiver Dialog zu Corona-Themen stattfindet.

Wie steht es um die Tagungs- und Kongressbranche steht, beschrieb Matthias Schultze, Managing Director des German Convention Bureau (GCB), in seinem Vortrag. Schultze zeigte sich verhalten optimistisch und regte er ein grundsätzliches Umdenken an. Die gewohnte Form der Veranstaltungen werde nach seiner Einschätzung nicht zurückkommen. Mit einer Markterholung sei frühestens 2022 zu rechnen. Schultze stellte Szenarien für die Erholung der Branche und prognostiziert: Hybride Formate, bei denen reale Events mit virtuellen Inhalten angereichert werden und sich Interessenten online zuschalten können, werden künftig dominieren.

Nach einer Umfrage des GCB boten Veranstalter bereits vor der Corona-Pandemie rund eine Million hybride Meetings und Events an. Diese Entwicklung beschleunige sich angesichts der derzeitigen Einschränkungen. In dem Zusammenhang sei „Inklusion“ ein wichtiges Stichwort. Eine inklusive Veranstaltung ermöglicht allen Teilnehmenden, online oder direkt vor Ort dabei zu sein. Wer nicht zur Tagung reisen darf oder möchte, soll dennoch teilnehmen können. Veranstalter müssten künftig niedrigschwellig einladen, um entsprechende Teilnehmerzahlen zu erreichen.

Wie die Lage in Jena ist, führte Jenny Marx vom Jena Convention Bureau aus. Sie stellte die Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern der Tagungsallianz vor. Hier zeigte sich der starke Rückgang der Anfragen im Veranstaltungsbereich konkret. Viele Jenaer Dienstleister befinden sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Hoffnung macht, dass kleinere Veranstaltungen langsam wieder nachgefragt werden. Übereinstimmend mit dem Vortrag von Schultze erwarten die Unternehmen eine Verbesserung ab 2022. In der Diskussion äußerten Teilnehmende den Wunsch nach mehr Erfahrungsaustausch. Das Jena Convention Bureau wird die Anpassung an die aktuellen Entwicklungen mit Informationen, Austausch und Vermittlung unterstützen.

www.jenaconvention.de

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