Pressemitteilung: HerCareer

Heidi Stopper: Wege aus dem Jobfrust

messe.rocks - Mittwoch, 15. Juli 2020    

Heidi Stopper: Wege aus dem Jobfrust
© Sung-Hee Seewald

Die renommierte Management-Beraterin Heidi Stopper zeigt in ihrem Vortrag am 29. Oktober 2020 auf der Karrieremesse herCAREER und vorab im großen Exklusiv-Interview, wie Frauen in Führungspositionen der Frustfalle im Job entkommen.

„Der Frust im Job ist erschreckend hoch“

Glaubt man dem Gallup Engagement Index, machen 69 Prozent der befragten deutschen ArbeitnehmerInnen lediglich Dienst nach Vorschrift, 16 Prozent haben innerlich demnach sogar schon gekündigt. Nur 15 Prozent würden ihren Job mit Leidenschaft ausüben. Eine Studie der Manpower Group unter deutschen ArbeitnehmerInnen aus dem Jahr 2019 zeigt: Jeder Zweite ist mit seinem Job im Großen und Ganzen zufrieden, andererseits würden aber auch rund 50 Prozent der Befragten in den kommenden zwölf Monaten gern ihren Job wechseln.

Die Praxis bestätigt das etwas pessimistische Bild auch aufgrund der Coronakrise. „Derzeit habe ich sehr viele Anfragen zu Karrierecoachings und es ist auffällig, wie viele gerade am Nachdenken sind, wie die nächsten Berufsjahre für sie aussehen sollen“, sagt die renommierte Managementcoach Heidi Stopper im großen Exklusiv-Interview mit der herCAREER, der Karriere-Leitmesse für Frauen. „Offensichtlich ist ,back to normal‘ nach Corona für viele nicht erstrebenswert.“ Heidi Stopper berät Führungskräfte ab dem mittleren Level bis hinauf in die Top-Etagen – auf der herCAREER in München wird sie einen Vortrag zum Thema „Chance auf Wachstum: Wege aus der Unzufriedenheit im Job“ halten. Auch in den obersten Etagen würde für ManagerInnen nicht immer die Sonne scheinen: „Trotz ihrer hohen Qualifikationen, ihrer internationalen Erfahrung und großen Erfolgsgeschichten gibt es sehr viel Frust und Leidensdruck.“

Verantwortlich dafür sei oft die sogenannte Firmenpolitik mit ihren verborgenen Machtstrukturen und den damit verbundenen Verteilungskämpfen, aber auch zwischenmenschliche Konflikte und ein enormer Veränderungsdruck, der nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung und durch die Corona-Krise als „Brandbeschleuniger“ auf den Führungskräften laste: „Unter Druck ist Veränderung am schwersten. Das ist ein großes Dilemma“, so Heidi Stopper. Auch würden ManagerInnen zunehmend in eine Opferrolle gedrängt werden, da sie ihre Entscheidungsmacht verlieren würden: „Dadurch entsteht partielle Hilflosigkeit und massive Verunsicherung.“ Die zunehmende Verbreitung agiler Arbeitsmethoden führe dahingehend zu Unsicherheiten: Über- und Unterforderungen, unklare Rollen, fehlender Sinn in der eigenen Tätigkeit sind gerade bei Veränderungen Risiken, die immer unterschätztes Frustpotenzial bergen“, so Stopper.

Frauen in Top-Führungspositionen hätten mit all den komplexen Herausforderungen zu kämpfen, mit denen auch Top-Manager konfrontiert seien, allerdings kämen für sie noch zusätzliche Hürden hinzu: „Frauen werden nach anderen Kriterien beurteilt als Männer: von uns werden weiche Skills in Perfektion erwartet“, sagt die Expertin. Harmonie herzustellen, kommunikationsstark und empathisch zu sein würde von Frauen oft als selbstverständlich erwartet – sich durchzusetzen würde dagegen weniger goutiert. Hinzu käme, „dass Frauen in Führungspositionen fast immer aus einer Minderheitsposition heraus agieren. Das ist kraftraubend und aufreibend.“

In ihrem Vortrag wird Heidi Stopper Methoden vorstellen, wie weibliche (und auch männliche) Führungskräfte aus ihrer Jobfrustfalle entkommen und ihre Kraft und Motivation wiederfinden. Die Karriere-Expertin plädiert etwa für die Entwicklung eines „Growth Mindset“: den Blick dankbar auf das Gelingende zu richten und aus schwierigen Situationen und Konflikte Lerneffekte zu ziehen, kann so für eine Aufwärtsbewegung aus der negativen Denkspirale sorgen.

Das komplette Interview mit Heidi Stopper zum Thema Jobfrust finden Sie hier: Heidi Stopper: "Der Frust im Job ist erschreckend hoch"

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