Branchen äußern Bedenken

Bis Ende Oktober keine eigenen Messen in Köln

sg - Montag, 13. Juli 2020    

Bis Ende Oktober keine eigenen Messen in Köln
Foto: Kölnmesse / Andreas Kunert

Die Geschäftsführung der Kölnmesse hat in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschieden, bis Ende Oktober 2020 keine eigenen Veranstaltungen in Köln durchzuführen. Grund dafür sind die Absagen und Bedenken der Kunden aus den beteiligten Wirtschaftszweigen.

Messechef Gerald Böse erklärt: „Wir haben umfassende Maßnahmenpakete zur Corona-konformen Durchführung unserer Fachmessen entwickelt. Wir glauben weiter fest an die wichtige Rolle unserer Messen bei der Rückkehr in ein geregeltes Wirtschaftsumfeld. Es ist uns aber leider nicht gelungen, die zurzeit verständliche tiefgreifende Unsicherheit unserer Kunden gegenüber geschäftlichen persönlichen Begegnungen im Herbst zu beseitigen. Wir sind uns sehr bewusst, was diese schwerwiegende Entscheidung jetzt für uns als Unternehmen, aber auch für den gesamten Wirtschaftsstandort Köln bedeutet. Alle gemeinsam hier in Köln haben das Maximale versucht, um den Re-Start zu ermöglichen. Ohne ausreichende Beteiligung der Aussteller und Besucher ist dies aber nicht möglich.“ Die Absagen seitens der Aussteller seien in der Sorge um die Mitarbeiter, aber auch in der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen begründet.

Zu den betroffenen Messen gehören die Spoga+Gafa, die Kind + Jugend, die Dmexco, die Orgatec und die Euvend & Coffeena. Bereits ausgesetzt war die im selben Zeitraum vorgesehene Motorradmesse Intermot. Die Gamescom findet Ende August als ein rein digitales Format statt. Die Kunstmessen Art Cologne und Cologne Find Art & Design im November sind nicht betroffen. Erste Ansätze zur Unterstützung der betroffenen Branchen gibt es bereits. So soll die Spoga+Gafa ab 2021 als zentrale Ordermesse in den Juni verlegt werden. Die Dmexco 2020, die bereits als hybride Veranstaltung geplant war, wird wie die Gamescom komplett digital stattfinden.

Die Koelnmesse rechnet nun mit Umsatz- und Gewinneinbußen in dreistelliger Millionenhöhe. Gerald Böse: „Ein möglichst zeitnaher Re-Start der Kölner Messen bleibt eminent wichtig.“ Das Eigenkapital sei aber weiterhin ausreichend und die Liquidität gesichert.

https://www.koelnmesse.de/

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