Covid-19: Handlungsempfehlungen für die Durchführung von Veranstaltungen

Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) legt Stufenleitplan vor

wun - Mittwoch, 29. April 2020    

Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) legt Stufenleitplan vor
Foto: RIFEL

Das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) hat den politischen Entscheidern auf Landesebene am 28. April 2020 einen Stufenleitplan vorgelegt, welcher der Politik und den zuständigen Gesundheitsbehörden ein Instrument an die Hand gibt, um die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit nicht weiter außer Kraft setzen zu müssen. Dabei stehen die Gesundheit und Sicherheit im Kontext von Covid-19 im Fokus der Empfehlungen, die auf der Webseite des Fachverbands FAMAB heruntergeladen werden können: Update (29.04.2020): RIFEL Veranstaltungssicherheit im Kontext von COVID-19 V2.0.

Die inhaltliche Ausarbeitung erfolgte in einem breit aufgestellten Team an Expert*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft. Der Leitfaden umfasst damit fundierte Empfehlungen zu den Feldern Teilnehmermanagement, räumliche Gestaltung, Catering und Hygiene. Zahlreiche Verbände der Veranstaltungswirtschaft haben die Fachempfehlungen ratifiziert.Medizinisch-wissenschaftlich begutachtet wurden der Stufenleitplan von Prof. Dr. med. Klaus-Peter Hunfeld, MPH, Facharzt für Labormedizin, Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Krankenhaushygiene, Frankfurt sowie PD Dr. med. Frank-Albert Pitten, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle (IKI), Gießen und Prof. Dr. med. Prof. h. c. (MNG) Walter Popp, Facharzt für Innere Medizin, Arbeitsmedizin, Hygiene; Ärztliches Qualitätsmanagement, ABS-Experte (DGKH), Dortmund.

Hintergrund für die Empfehlungen ist die aktuelle landespolitische Debatte zu Veranstaltungen in der Pandemiesituation, die geprägt ist von einer Ausweitung unterschiedlicher Verbotsszenarien. Dabei wird vor allem die Anzahl an erwarteten Teilnehmer*innen als wesentliche Kennzahl herangezogen. Medizinische Experten bestätigen indessen, dass die Teilnehmerzahl im Verhältnis zur Fläche relevant ist. „Unsere Empfehlungen haben nur ein Ziel: Wir möchten die Entscheidungsträger mit fundiertem Expertenwissen versorgen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Die Praxis, mit der einfachen Kennzahl ‚Anzahl der Personen‘ über Monate faktische Berufsverbote zu verursachen, haben wir von Anfang an angezweifelt. Denn ein ungeregeltes Meeting mit vier Personen kann erheblich risikoreicher sein, als eine professionell unter Bedingungen des Infektionsschutzes organisierte, genehmigte und durchgeführte Veranstaltung“, erklärt Jörn Huber. Der Vorstandsvorsitzende des FAMAB ergänzt: „Einen Stufenleitplan, der genau das ermöglichen kann, übergeben wir nun den politischen Entscheidungsträgern, in der Hoffnung, ihnen hiermit eine verlässliche Grundlage für verantwortungsvolle Beschlüsse zu bieten.“

 

https://famab.de/aktuelles/corona-virus-covid-19
http://rifel-institut.de

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