Wissenschaft der Veranstaltungsbranche meldet sich zu Wort

QZVE sorgt sich um die Zukunft der Veranstaltungsbranche

hei - Mittwoch, 8. April 2020    

QZVE sorgt sich um die Zukunft der Veranstaltungsbranche
Foto: gzve, eventelevator

Der „Qualitätszirkel Veranstaltungs- und Eventstudium“ (QZVE) als Zusammenschluss der führenden Hochschulen mit Event-Studiengängen, wendet sich mit großer Sorge um die Zukunft der Veranstaltungsbranche an die Öffentlichkeit. Der QZVE sieht eine Branche mit 2 Mio. Arbeitsplätzen und über 70 Mrd. Euro Umsatz in Gefahr. Für die Stabilisierung der deutschen Wirtschaft sind Fachveranstaltungen und Business-Events unverzichtbar.

Der Sprecher des QZVE, Prof. Dr. Bernd Schabbing (ISM) weist in der Stelllungnahme des QZVE unter anderem auf die nicht skalierbaren Leistungen der Branche hin: „Die Eventbranche kann als Live-Dienstleistung das „Produkt“ Event nicht auf Lager legen, sondern nur im Moment der Nutzung live erstellen. Damit kann die Branche, anders als produzierendes Gewerbe und auch Handel, nicht Produkte auf Lager produzieren oder Waren aus dem Lager dann eben später verkaufen, sondern sie verliert reales Geschäft. Diese „Grundmechanik“ der Branche wird in direkter Folge der Corona-Maßnahmen zu erheblichen und nicht korrigierbaren Verlusten in den Unternehmen der Veranstaltungsbranche führen.“

Im Papier des QZVE wird auch auf die wissenschaftlich nachgewiesene große Bedeutung von Live-Kommunikation für die deutsche Wirtschaft eingegangen. Dazu Frau Prof. Dr. Zanger (TU Chemnitz): „...als Forscher beschäftigen wir uns intensiv mit der Wirkung von Messen und Marketingevents und tragen mit den Forschungsergebnissen zu deren Verbesserung und damit auch zum weltweiten Erfolg des Standortes Deutschland bei. In zahlreichen Forschungsarbeiten konnte empirisch nachgewiesen werden, welche herausragende Bedeutung Messen und Events für eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation haben.…“

Abschließend fordern die Verfasser „die Bundes- und Landesregierungen, aber auch die Kommunen und Kreise und andere geeignete öffentliche Träger und Stellen, auf, möglichst schnell und umfassend durch Förderprogramme und sonstige spezifische Unterstützungsleistungen dafür Sorge zu tragen, dass diese Branche und ihre Infrastruktur erhalten bleibt – auch für die aktuelle Bewältigung der Krise.“ Der FAMAB e.V. begrüßt die Veröffentlichung des QZVE ausdrücklich und hofft, dass die Äußerungen der Wissenschaft bei den politischen Entscheidungsträgern Gehör finden.

www.famab.de

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