Messewirtschaft sichern

„Worten müssen schnell Taten folgen“

Christiane Appel, m+a - Montag, 23. März 2020    

„Worten müssen schnell Taten folgen“
Foto: Mannheimer Maimarkt / Christoph Blüthner
Der Fachverband Messen und Ausstellungen (Fama) appelliert an die Bundesregierung, die angekündigten Hilfen schnell und unbürokratisch umzusetzen: Teile der Messewirtschaft kämpfen aktuell mit teils weitreichenden Folgen der Coronakrise. Insbesondere der Messebaubereich und andere wichtige Serviceunternehmen leiden akut unter der Situation. Absagen und Verschiebungen von regionalen, nationalen und internationalen Messen und Ausstellungen stehen wegen der Pandemie fast täglich im Fokus. Nach einer Mitgliederbefragung stellt der Fama-Vorsitzende Hans-Joachim Erbel fest: „Unsere Mitglieder wie die Dienstleister rund um Messen und Ausstellungen vertrauen auf die Zusagen der Bundesregierung. Es gilt, die Messewirtschaft in ihrer ganzen Bandbreite als wertvoller Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort zu sichern. Gerade auf dem hoffentlich schnell einsetzenden Weg der Normalisierung kommt unserer Branche eine zentrale Bedeutung zu.“ Messen und Ausstellungen sind laut Fama „unverzichtbare Plattformen“. Der Beitrag der deutschen Messewirtschaft zur gesamten Wirtschaftsleistung beläuft sich auf jährlich rund 28 Milliarden Euro. Messen sichern pro Jahr mehr als 230.000 Arbeitsplätze, ergab eine Studie des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Für den Fama waren und sind Messen „ein Symbol für Vertrauen. Deshalb bitten wir die Bundesregierung, auch unser Vertrauen in die Zusagen nicht zu enttäuschen.“ Dann werde es gelingen, nach Beendigung der Ausnahmesituation an die Erfolgsgeschichte der Messen anzuknüpfen. Der Verband vertritt Mitglieder aus Deutschland und Österreich.
 
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