Ergebnis einer Dehoga-Blitzumfrage zu Coronavirus-Folgen

COVID-19: Mehr als drei Viertel von Hotels, Restaurants und Caterern beklagen Umsatzeinbußen

fun - Freitag, 6. März 2020    

COVID-19: Mehr als drei Viertel von Hotels, Restaurants und Caterern beklagen Umsatzeinbußen

Hotels, Restaurants und Caterer leiden immer stärker unter den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung. Nach einer Blitzumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband) vom 4. und 5. März, an der sich rund 10.000 Unternehmen beteiligten, berichten 76,1 Prozent der Betriebe von Umsatzeinbußen aufgrund der Coronavirus-Krise. In den Städten ist die Betroffenheit sogar noch höher. Hier melden 85,1 Prozent Umsatzverluste, im ländlichen Raum 67,2 Prozent. „Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag“, sagt Guido Zöllick, Präsident Bundesverbandes. „Für Hotels, Caterer und Restaurants sind das massive Verluste, die nicht zu kompensieren sind. Viele unserer kleinen und mittelständischen Betriebe haben keinen Puffer.“

Die Branche erwarte dringend staatliche Unterstützung mit schnell wirkenden Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen sowie die Umsatzsteuerreduzierung für Essen. Das Gastgewerbe fordere zudem die Verbesserung der Kurzarbeiterregelung. Dazu gehöre insbesondere die hundertprozentige Erstattung der Sozialabgaben. „Die Branche braucht jetzt schnelle Lösungen“, so Zöllick.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, beklagen 82,9 Prozent der Hoteliers und 84,5 Prozent der Eventcaterer Umsatzeinbußen. Wenn die Hotels leer sind, leidet auch die Gastronomie. Hier melden 72,9 Prozent der Restaurants Umsatzverluste. Die Höhe der Umsatzausfälle bewegt sich bei 45 Prozent der Betriebe zwischen 10.000 bis 50.000 Euro. 10 Prozent der Betriebe melden Einbußen zwischen 50.000 und 100.000 Euro, acht Prozent zwischen 100.000 und 500.000 Euro und 1,8 Prozent über 500.000 Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 25 Prozent der antwortenden Betriebe weniger als 250.000 Euro Jahresumsatz erwirtschaften, fast 50 Prozent der Betriebe liegen unter 500.000 Euro Jahresumsatz.

Zudem klagen die Betriebe massiv über fehlendes Neugeschäft. 90,4 Prozent berichten über Rückgänge bei Neubuchungen. Der durchschnittliche Rückgang beträgt 38,0 Prozent.  Wie die Umfrage zeigt, betreffen die Umsatzausfälle derzeit vor allem das Firmengeschäft. Aber auch die private Nachfrage geht spürbar zurück. Die Betroffenheit der Branche zeige sich in der großen Zahl der Rückmeldungen auf die Blitzumfrage, macht Zöllick deutlich: „Innerhalb von zwei Tagen beteiligten sich 9.574 Unternehmen an der Online-Befragung des Dehoga Bundesverbandes“, so der Präsident. „Die Betriebe sind in großer Sorge.“

Angesichts der massiven Umsatzeinbußen fordert die Branche staatliche Unterstützung für notleidende Betriebe. Als Maßnahmen der Bundesregierung erwarten über 40,9 Prozent der Umfrageteilnehmer Liquiditätshilfen. 38,0 Prozent setzen auf vereinfachte Lösungen beim Kurzarbeitergeld, 29,4 Prozent der Betriebe auf die Stundung von Steuern. Um die Krise abzufedern, sprechen sich über 52,1 Prozent für Steuererleichterungen aus, die mittel- und langfristig wirken. 69,1 Prozent der teilnehmenden Betriebe erhoffen sich 7 Prozent Mehrwertsteuer für Essen.

www.dehoga.de

TEILEN SIE DIESE MELDUNG

Related Articles

Kundenbindungsmaßnahmen

Der GSMA als Veranstalter des MWC unterbreitet seinen ausstellenden Kunden nach dessen kurzfristiger Absage nun Vorschläge, was die Kostenerstattung angeht.

Mehr
COVID-19

Die „Mexcon – Meeting Experts Conference“ am 29. und 30. Juni 2020 findet nicht statt. Zu diesem Schritt haben sich die Veranstalter German Convention Bureau (GCB) und EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungscentren) aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus‘ in Deutschland entschieden.

 

Mehr
Industrieschau abgesagt

Deutsche Messe will mit digitalem Informations- und Netzwerkangebot punkten

Mehr

Am meisten gelesen

Coronavirus führt zu Messeabsagen

Die Ausbreitung des (neuartigen) Coronavirus beeinflusst das weltweite Messeprogamm. Aktuelle Übersicht der betroffenen Messen.

Mehr
Messe verschoben aufgrund des Covid-19?

Was Aussteller jetzt wissen müssen.

Mehr
Messegeschäfte

Coronavirus haut sogar Agenten um: Selbst James Bond ist die aktuelle Situation nicht geheuer.

Mehr

Kategorien und Tags

Meetingindustrie | Venue | Corona Virus | Dehoga | Umfrage | Coronavirus | COVID-19 | Staatliche Unterstützung